Praxis-Workshop „Intarsien“

Der erste Praxis-Workshop in der Nachbarschaftsgarage Solln stand unter dem Motto „Intarsien“. Das besondere dabei: keiner der Teilnehmer hatte tiefergehende Erfahrungen mit dem Fräsen von Intarsien. Aber dafür gibt es ja Garage42: hier kann man zusammen mit Nachbarn lernen und auch mal etwas ausprobieren. Ob das wohl klappt? Lesen sie unten mehr!

In den ersten Fräsen-Workshops des Jahres haben wir ein interessantes Thema identifiziert: „Intarsien … wie genau fräst man eigentlich Intarsien?
Ja, keine Ahnung …“ war meine Antwort, denn ich hatte zwar schon Videos dazu gesehen, aber es noch nie selbst ausprobiert. Schon war ein Thema für einen Praxis-Workshop gefunden!

Es ist angerichtet: alles bereit für den ersten Praxis-Workshop „Intarsien“

Wie es bei neuen Themen so ist: zuerst konsultiert man YouTube nach einem Tutorial und alles sieht unglaublich einfach aus. „Für Intarsien nimmst du einfach einen 1mm Fräser, klebst das Furnier mit Sprühkleber auf, fräst dann deine Formen raus – zack, fertig ist die Schrankwand mit quadratmeterweisen, kunstvollen Intarsien!

Der geübte YouTube-Tutorialvideo-Nachmacher ist skeptisch, schreibt während des Videos fleißig mit, und notiert sich: Furnier, Furnierstärke, Fräser, Fräsertyp, Fräserdurchmesser, Kleber, Klebertyp, Materialbefestigung. Dann packt man alles Greifbare zu diesen Themen ein und begibt sich in die Werkstatt. Diesmal mit dabei: ein kürzlich kennengelernter Nachbar, der ebenfalls reichlich Experimentier-Material dabei hat.

Und so rätseln wir zusammen: Mit welchem Furnier starten wir? Kann das mit dünnem Furnier funktionieren, oder wird der Fräser das Furnier zerfetzen? Kann das mit unserem 3mm Fräser funktionieren? Einen dünneren Fräser haben wir nicht. Wie kleben wir das Furnier fest? Ist schwach klebendes Doppelklebeband geeignet?

Dünnes Furnier mit schwach klebendem Doppelklebeband fixiert – wird das funktionieren?

Wir sind uns einig, dass es sich um einen Praxis-Workshop handelt, bei dem man nicht lange theoretisiert, sondern einfach mal startet. Wir starten mit: 3 mm Nutfräser, 0,5 mm Furnier und schwach klebendem Doppelklebeband. Michi schmeißt beherzt die Fräse an und fräst.

Verblüffendes Ergebnis: alles hat auf Anhieb geklappt!

Verblüfft stellen wir beide fest, dass der erste Versuch bereits erfolgreich war!
Der ausgefräste Furnierkreis blieb kleben. Das zweite gefräste Loch passt im Durchmesser exakt, auch ohne Fräs-Versatz. Wir sind begeistert!

Weiter geht’s mit Vollholz: wir wollen einige Taschen fräsen, in die wir dann das Furnier einleimen.

Furnier passt fast perfekt. Die Taschentiefe gefällt uns nicht – darum der ratlose Gesichtsausdruck.

Wieder klappt alles auf Anhieb: die Furnier-Plättchen passen exakt in die ausgefrästen Taschen. Lediglich mit der Tiefe der gefrästen Taschen sind wir nicht zufrieden: sie sind doppelt so tief wie erwartet.

Doch das wird ein Thema für weitere Experimente im nächsten Praxis-Workshop sein, denn die Zeit ist beim Fräsen wie im Flug vergangen.

Also: vielleicht sehen wir uns ja demnächst beim nächsten Praxis-Workshop wenn es heißt: „Warum war die Tasche zu tief?
(Ich hätte da inzwischen eine Theorie, aber die wird hier nicht verraten…)

Start der Workshop-Saison 2026

Das Jahr 2026 startete mit winterlichen Fräsen-Workshops in der Pilot-Garage München/Solln. An drei Terminen machten zahlreiche Nachbarinnen und Nachbarn ihre ersten Fräs-Erfahrungen.

Start ins Jahr 2026 in der winterlichen Pilot-Garage München/Solln

Pünktlich zum Jahresende 2025 wurde die Pilot-Garage Solln noch etwas mit Dekoration aufgehübscht und rausgesaugt, so dass man nun guten Gewissens weitere Nachbarinnen und Nachbarn einladen konnte.
Die Einladung im Januar 2026 erfolgte dieses mal über nebenan.de, und es war spannend wie viele Hobbybastlerinnen und – bastler sich wohl über diesen Kanal anmelden würden.

Die Resonanz war sehr gut: die Anmeldungen füllten zwei Einsteiger-Workshops und einen Praxis-Workshop. Es kamen Nachbarinnen und Nachbarn aus der unmittelbaren Umgebung – man kannte sich aber trotzdem nicht … kein Wunder bei der Bevölkerungsdichte im Stadtviertel Parkstadt Solln.

Bei der Vorstellungsrunde lernten sich die Nachbarn schnell kennen, wobei auch einige gemeinsame Handwerks-Interessen entdeckt wurden.

So ist Garage42: neue Nachbarn kennenlernen, und nebenbei fräsen lernen

Die Handwerkskenntnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zwar unterschiedlich, was aber kein Problem war. Schließlich hatte noch niemand zuvor mit einer computergesteuerten Fräse gearbeitet, so dass es für alle Teilnehmer eine erste spannende Fräs-Erfahrung war.

Die frisch montierte Wanddekoration stellte sich bei den Workshops als sehr fotogen heraus. Doch nicht nur das: das Holzmuster-Panel weckte insbesondere bei den Teilnehmern mit Holz-Expertise das Interesse. Wo sonst findet man einen Ort in der Nachbarschaft, an dem man ein Ratespiel mit 42 Holzarten machen kann?

Workshop mit fotogener Dekoration im Hintergrund

Und so ist das Jahr 2026 für Garage42 also sehr gut gestartet, und die Nachbarn haben Lust auf mehr Handwerks-Events in der Nachbarschaft bekommen.

Oder um es mit den Worten zweier Nachbarn zu formulieren:

Es ist so einfach und hat irrsinnig Spaß gemacht.

Teilnehmerin Sonja

Sehr gelungener Workshop in einem außergewöhnlichen und sehr ansprechenden „Nachbarschaftsformat“

Teilnehmer Orhan