Praxis-Workshop „Intarsien“

Der erste Praxis-Workshop in der Nachbarschaftsgarage Solln stand unter dem Motto „Intarsien“. Das besondere dabei: keiner der Teilnehmer hatte tiefergehende Erfahrungen mit dem Fräsen von Intarsien. Aber dafür gibt es ja Garage42: hier kann man zusammen mit Nachbarn lernen und auch mal etwas ausprobieren. Ob das wohl klappt? Lesen sie unten mehr!

In den ersten Fräsen-Workshops des Jahres haben wir ein interessantes Thema identifiziert: „Intarsien … wie genau fräst man eigentlich Intarsien?
Ja, keine Ahnung …“ war meine Antwort, denn ich hatte zwar schon Videos dazu gesehen, aber es noch nie selbst ausprobiert. Schon war ein Thema für einen Praxis-Workshop gefunden!

Es ist angerichtet: alles bereit für den ersten Praxis-Workshop „Intarsien“

Wie es bei neuen Themen so ist: zuerst konsultiert man YouTube nach einem Tutorial und alles sieht unglaublich einfach aus. „Für Intarsien nimmst du einfach einen 1mm Fräser, klebst das Furnier mit Sprühkleber auf, fräst dann deine Formen raus – zack, fertig ist die Schrankwand mit quadratmeterweisen, kunstvollen Intarsien!

Der geübte YouTube-Tutorialvideo-Nachmacher ist skeptisch, schreibt während des Videos fleißig mit, und notiert sich: Furnier, Furnierstärke, Fräser, Fräsertyp, Fräserdurchmesser, Kleber, Klebertyp, Materialbefestigung. Dann packt man alles Greifbare zu diesen Themen ein und begibt sich in die Werkstatt. Diesmal mit dabei: ein kürzlich kennengelernter Nachbar, der ebenfalls reichlich Experimentier-Material dabei hat.

Und so rätseln wir zusammen: Mit welchem Furnier starten wir? Kann das mit dünnem Furnier funktionieren, oder wird der Fräser das Furnier zerfetzen? Kann das mit unserem 3mm Fräser funktionieren? Einen dünneren Fräser haben wir nicht. Wie kleben wir das Furnier fest? Ist schwach klebendes Doppelklebeband geeignet?

Dünnes Furnier mit schwach klebendem Doppelklebeband fixiert – wird das funktionieren?

Wir sind uns einig, dass es sich um einen Praxis-Workshop handelt, bei dem man nicht lange theoretisiert, sondern einfach mal startet. Wir starten mit: 3 mm Nutfräser, 0,5 mm Furnier und schwach klebendem Doppelklebeband. Michi schmeißt beherzt die Fräse an und fräst.

Verblüffendes Ergebnis: alles hat auf Anhieb geklappt!

Verblüfft stellen wir beide fest, dass der erste Versuch bereits erfolgreich war!
Der ausgefräste Furnierkreis blieb kleben. Das zweite gefräste Loch passt im Durchmesser exakt, auch ohne Fräs-Versatz. Wir sind begeistert!

Weiter geht’s mit Vollholz: wir wollen einige Taschen fräsen, in die wir dann das Furnier einleimen.

Furnier passt fast perfekt. Die Taschentiefe gefällt uns nicht – darum der ratlose Gesichtsausdruck.

Wieder klappt alles auf Anhieb: die Furnier-Plättchen passen exakt in die ausgefrästen Taschen. Lediglich mit der Tiefe der gefrästen Taschen sind wir nicht zufrieden: sie sind doppelt so tief wie erwartet.

Doch das wird ein Thema für weitere Experimente im nächsten Praxis-Workshop sein, denn die Zeit ist beim Fräsen wie im Flug vergangen.

Also: vielleicht sehen wir uns ja demnächst beim nächsten Praxis-Workshop wenn es heißt: „Warum war die Tasche zu tief?
(Ich hätte da inzwischen eine Theorie, aber die wird hier nicht verraten…)

Start der Workshop-Saison 2026

Das Jahr 2026 startete mit winterlichen Fräsen-Workshops in der Pilot-Garage München/Solln. An drei Terminen machten zahlreiche Nachbarinnen und Nachbarn ihre ersten Fräs-Erfahrungen.

Start ins Jahr 2026 in der winterlichen Pilot-Garage München/Solln

Pünktlich zum Jahresende 2025 wurde die Pilot-Garage Solln noch etwas mit Dekoration aufgehübscht und rausgesaugt, so dass man nun guten Gewissens weitere Nachbarinnen und Nachbarn einladen konnte.
Die Einladung im Januar 2026 erfolgte dieses mal über nebenan.de, und es war spannend wie viele Hobbybastlerinnen und – bastler sich wohl über diesen Kanal anmelden würden.

Die Resonanz war sehr gut: die Anmeldungen füllten zwei Einsteiger-Workshops und einen Praxis-Workshop. Es kamen Nachbarinnen und Nachbarn aus der unmittelbaren Umgebung – man kannte sich aber trotzdem nicht … kein Wunder bei der Bevölkerungsdichte im Stadtviertel Parkstadt Solln.

Bei der Vorstellungsrunde lernten sich die Nachbarn schnell kennen, wobei auch einige gemeinsame Handwerks-Interessen entdeckt wurden.

So ist Garage42: neue Nachbarn kennenlernen, und nebenbei fräsen lernen

Die Handwerkskenntnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zwar unterschiedlich, was aber kein Problem war. Schließlich hatte noch niemand zuvor mit einer computergesteuerten Fräse gearbeitet, so dass es für alle Teilnehmer eine erste spannende Fräs-Erfahrung war.

Die frisch montierte Wanddekoration stellte sich bei den Workshops als sehr fotogen heraus. Doch nicht nur das: das Holzmuster-Panel weckte insbesondere bei den Teilnehmern mit Holz-Expertise das Interesse. Wo sonst findet man einen Ort in der Nachbarschaft, an dem man ein Ratespiel mit 42 Holzarten machen kann?

Workshop mit fotogener Dekoration im Hintergrund

Und so ist das Jahr 2026 für Garage42 also sehr gut gestartet, und die Nachbarn haben Lust auf mehr Handwerks-Events in der Nachbarschaft bekommen.

Oder um es mit den Worten zweier Nachbarn zu formulieren:

Es ist so einfach und hat irrsinnig Spaß gemacht.

Teilnehmerin Sonja

Sehr gelungener Workshop in einem außergewöhnlichen und sehr ansprechenden „Nachbarschaftsformat“

Teilnehmer Orhan

Das war das #3000Garagen-Festival in Chemnitz mit Garage42

Am vergangenen Wochenende feierte Chemnitz als die Kulturhauptstadt Europas 2025 das #3000Garagen-Festival. An diversen Garagen-Schauplätzen in der Chemnitzer Innenstadt war so einiges geboten. Im Garagenhof Harthweg konnten die zahlreichen Besucher Fräs-Erfahrungen mit Garage42 machen und dabei kreativ an eigenen Mini-Garagen basteln.

Das #3000Garagen Festival am Garagenhof Harthweg

Dieses Jahr war es schon fast Tradition, dass das Projekt Garage42 eine Exkursion nach Chemnitz – der heimlichen Garagenhauptstadt Deutschlands – unternimmt. Chemnitz richtet 2025 als Kulturhauptstadt Europas eine Vielzahl von Veranstaltungen aus – darunter auch das #3000Garagen-Festival. Nach dem Auftritt von Garage42 beim KOSOMOS Chemnitz 2024 fragten die Organisatoren auch 2025 wieder an, ob man eine Runde Garagenfräsen möglich machen könne, und da waren wir natürlich wieder gerne mit dabei.

Doch vor dem #3000Garagen-Festival wollten zunächst einige Chemnitzer Garagen-Schauplätze in Chemnitz erkundet werden, wie zum Beispiel die #3000Garagen Ausstellung im Garagen Campus.

Die #3000Garagen Ausstellung im Garagen Campus

In der #3000Garagen Ausstellung gab es unter Anderem selbstgebaute DIY-Konstruktionen wie Seifenkisten oder Transportwägen aus Chemnitzer Garagen zu sehen, aber auch ausdrucksstarke Fotografien aus der Garagen-Community von der Fotografin Maria Sturm.

Auch weitere Garagenhöfe in Chemnitz öffneten Ihre Garagentore für die Öffentlichkeit, so zum Beispiel der Garagenhof Ahornstraße, wo die Videoinstallation „Innenlandschaften“ von Klaus Pobitzer einen Eindruck vermittelte, wie es in Chemnitzer Garagen so zugeht. Beim Video schauen und Bier trinken, kam man schnell mit den Chemnitzer Garagenbesitzern ins Gespräch, wobei sich so manche offene Frage zur ostdeutschen Garagenkultur klären ließ.

Videoinstallation „Innenlandschaften“ im Garagenhof Ahornstraße.

Am Sonntag ging es dann endlich los für Garage42: auf dem #3000Garagen-Festival startete die Werkstatt für Mini-Garagen, bei der DDR-Garagen „Modell Dresden“ gebaut werden konnten. Mit von der Partie war wieder Uwe Bodenschatz vom Kulturwerk Schneeberg, der per Lasercutter 100 Garagen-Bausätze vorbereitet hatte und für ständigen Nachschub sorgte.

Robert und Uwe in ihrer Garagenbastelbude

In gewohnter Manier konnten wieder viele kleine und große Garagenbastler ihre ersten Fräserfahrungen mit Garage42 machen.
Musikalisch untermalt wurde die Bastelei durch ein vielfältiges Musikprogramm auf der Hauptbühne. Darunter „The Nosebleeds“ aus Trnava (Slowakei), die natürlich Garage Rock spielten, und zwar mit bemerkenswertem Schalldruck, so dass der Gehörschutz beim Fräsen komplett sinnlos wurde.

Erste Fräserfahrungen mit Garage42

Das Wetter sorgte während des Garagen-Festivals für drei heftige Regengüsse, was aber nur für kurze Unterbrechungen der Garagenbastelei sorgte.

Konzentriertes Garagenbasteln zwischen den Regengüssen, unterstützt durch die vielen Volunteers.

Und weil alle so fleißig bastelten, waren mehr als hundert Garagenbausätze schon kurz vor Ende des Festivals vergriffen.

Das Fazit: Chemnitz hat mit dem Programm zu #3000Garagen offenbar einen Nerv bei den vielen Besuchern getroffen. Chemnitz hat eine extrem lebendige Maker- und Garagenkultur, die durch die vielen Aktionen der Kulturhauptstadt 2025 Chemnitz sicher nochmals ordentlich Rückenwind bekommen wird. Die Kunst bei Garage42 wird sein, diese ganz besondere Selbermach-Community-Kultur irgendwie auch nach München transferiert zu bekommen.

Erste Workshops in der Pilot-Garage

Die Workshops in Nachbarschaft München/Solln gehen weiter! Weitere Nachbarn sammelten gleich nebenan beim Garagen-Fräsen-Kurs erste Fräs-Erfahrungen.

Frühling in der Pilot-Garage München/Solln

Nach der Garagen-Workshop Premiere bei noch frostigen Temperaturen, starteten die nächsten Fräsen-Workshops nun bei frühlingshaften Temperaturen. Einige Nachbarn aus der unmittelbaren Umgebung waren der Einladung zum Fräsen in die Garage gerne gefolgt.

Viele der Nachbarn haben zwar bereits eigene kleine „Privat-Werkstätten“ im Keller oder im Gartenhaus, aber digitales Fräswerkzeug ist in solchen Werkstätten eher selten zu finden. Dementsprechend groß war das Interesse an der digitalen Technik, und schnell stellte sich dabei auch heraus, dass miteinander Handwerken mit anderen Hobbybastlern auch viel mehr Spaß macht.

Ein Nachbar beim erstmaligen Fräsen mit einer digitalen Fräse

Und so machten sich die Nachbarn zunächst mit der ungewohnten Fräse vertraut und produzierten dabei erste hochpräzise Fräs-Ergebnisse.

Konzentriertes Fräsen

Durch das Fräsen waren die Nachbarn schnell inspiriert und diskutierten welche Projekte man mit so einer Fräse wohl umsetzen könnte. Anhand von Anschauungsbeispielen wurden die Fräsmöglichkeiten mit Plattenware und Kanthölzern besprochen.

Erinnerungs-Fotos vom ersten Fräsen

Nach der zweistündigen Fräsen-Einführung waren sich dann alle Teilnehmer einig, dass es unbedingt wieder einen Fräsen-Termin in der Nachbarschafts-Garage braucht, um weitere Projekte auszuprobieren.

Garage42 beim #3000Garagen-Festival in Chemnitz

Am Wochenende des 7.6.2025 geht Garage42 wieder auf Reisen: wie schon im Jahr 2024 wird ein Garagen-Workshop stattfinden, aber diesmal in ganz großem Maßstab. Auf dem Gelände des Chemnitzer Garagenhofs Harthweg mit seinen dutzenden Garagen, wird drei Tage lang die ostdeutsche Garagenkultur gefeiert.

Austragungsort des #3000Garagen-Festivals: Garagenhof Harthweg, Chemnitz.
Kartendaten: OpenStreetMap

Schon letztes Jahr hatte Garage42 für einen Garagen-Workshop einen kleinen Abstecher ins benachbarte Chemnitz gemacht (wie hier berichtet). Dieses Jahr legen wir noch eins drauf, denn Chemnitz ist 2025 Kulturhauptstadt Europas, und feiert nun die ostdeutsche Garagenkultur in großem Stil.

Alle Chemnitz-Besucher sind vom 6.6.2025 bis zum 8.6.2025 zum #3000Garagen-Festival auf dem Gelände des Garagenhofs Hartweg eingeladen. Auch Garage42 wurde dafür wegen eines Fräsen-Workshops angefragt, und da muss man natürlich mit dabei sein.

Auf OpenStreetMap betrachtet wirkt das Gelände des Garagenhofs schon mal sehr beeindruckend: dutzende Garagen reihen sich aneinander – geschätzt schon so um die 300 Garagen. Geplant ist ein dreitägiges Event mit viel Musik, Lesungen, Talkshows und Workshops.

Garage42 wird zusammen mit Uwe Bodenschatz eine der Garagen mit einem Workshop bespielen. Also: falls sie nächstes Wochenende noch nichts vor haben, dann kommen sie doch einfach am Sonntag, 8.6.2025 zwischen 12:00 und 18:00 zum Fräsen beim #3000Garagen-Festival in Chemnitz vorbei … oder lesen sie demnächst hier im Blog den Bericht wie es war!

Garagen-Workshop Premiere

Das Jahr 2025 startet mit einer Premiere: in der Nachbarschaft München/Solln fand der erste Garagen-Workshop statt! Mit von der Partie waren zwei unerschrockene Versuchs-Teilnehmer aus dem FabLab München, die schon immer mal an einem Garagen-Fräsen-Kurs teilnehmen wollten.

Die Garage42 Pilot-Garage kurz vor dem Workshop

Es war ja eine Weile recht ruhig hier im Garage42 Blog. Nicht etwa weil nichts passiert wäre, sondern weil sich im Hintergrund unglaublich viel getan hat. Und wenn sich viel tut, dann fallen Tätigkeiten wie bloggen gerne mal hinten runter. Aber Ehrenwort: der Bericht über die Geschehnisse der letzten Monate wird demnächst noch in umgekehrter chronologischer Reihenfolge nachgereicht.

Für den Moment nur so viel:

  • zuerst hat sich bei der finanziellen Ausstattung von Garage42 was getan
  • deswegen hat sich kurz danach bei der Werkzeug-Ausstattung was getan
  • was dazu führte, dass wegen des Werkzeugs auch viel für die Garagen-Ausstattung getan werden konnte
  • so dass letztendlich ein erster Garagen-Workshop möglich wurde

Und so wurde dann zügig die Garage für den Workshop vorbereitet, ein Termin identifiziert, ein Ticket-Shop eingerichtet und ein Test-Publikum aus dem FabLab München eingeladen. Und so sehen die beiden Test-Teilnehmer dann aus:

Die Teilnehmer des ersten Garagen-Workshops

Da der März dieses Jahr noch relativ frostig war, fand der Theorie-Teil des Workshops noch in der Küche neben der Garage42-Werkstatt statt. Dort gab es zunächst eine kurze Einführung zum Thema „fräsen mit der Oberfräse“, bevor es dann um das Hauptthema ging: „CNC-Fräsen mit der Shaper Origin“.

Fräsen-Grundlagen am Küchentisch erklärt

Für den Praxis-Teil zog der Workshop dann nach nebenan in die Garage um, wo die beiden Teilnehmer selbst Hand an die Fräse anlegen durften. Die frischen Temperaturen spielten dabei keine größere Rolle, weil es den Teilnehmern beim konzentrierten Fräsen schnell warm wurde.

Fräsen-Praxis in der Garage42 Pilot-Garage
Fräsen-Praxis in der Garage42 Pilot-Garage

Nach zwei Stunden Workshop hatten dann alle Teilnehmer ihr Erstlingswerk gefräst, und der Workshop-Schauplatz „Garage“ hatte seine Premiere mit Bravour bestanden.

Unser Fazit: Fräsen-Theorie am Küchentisch lernen? Mal was neues!
Erste Fräsen-Praxis in der Garage? Muss man mal erlebt haben!
Der nächste Garagen-Workshop kann also kommen!


Das war der KOSMOS Chemnitz 2024 mit Garage42

Das vergangene Wochenende stand für Garage42 ganz im Zeichen des KOSMOS Chemnitz 2024. Auf der Schlossteichinsel konnten zahlreiche kleine und große Besucher ihre ersten Fräs-Erfahrungen machen. Dabei entstanden in der mobilen Garage des Projekts #3000Garagen viele kreativ gestaltete Mini-Garagen.

Garage42 in der mobilen Garage des Projekts #3000Garagen

Das Projekt Garage42 unternahm am vergangenen Wochenende einen kleinen Ausflug. Einfach die Fräse zusammen mit Workshop-Ausrüstung schnell auf eine Sackkarre geschnallt, zum Hauptbahnhof München gerollert und schon ging es für einen Garagen-Workshop nach Chemnitz.

Das Garage42 Workshop-Equipment am Hauptbahnhof München

Warum nochmal richtet das Münchner Projekt Garage42 einen Workshop in einer anderen Stadt aus? Noch dazu in einem anderen Bundesland, und das Ganze knapp 400 Kilometer von München entfernt? Schon komisch, oder?

Mitnichten. Es ist ja so, dass Garage42 auch weiter entfernte Stadtviertel erreichen will. Gut, die Viertel in München sind nicht 400 Kilometer entfernt. Aber wer hin und wieder München komplett durchqueren muss, der weiß, dass es sich gerne mal wie 400 Kilometer anfühlen kann.

So gesehen ist ein weit entfernter Workshop ein optimaler Test, um zu prüfen, ob das Workshop-Konzept auch in einer anderen Stadt, oder gar in einem anderen Bundesland funktionieren kann.

Aber zurück zur Reise zum KOSMOS Chemnitz 2024: die Fräse erreichte also nach kurzer Zeit ihr Ziel am Hauptbahnhof Chemnitz. Was gab es dort nun auf dem KOSMOS 2024 zu sehen und zu erleben?

Das Garage42 Workshop-Equipment am Hauptbahnhof Chemnitz

Das Team von Chemnitz2025, Projekt „#3000Garagen“ (Agnieszka, Ann-Kathrin und Michelle) hatten eine mobile Garage (!) im authentischen DDR-Garagenlook auf die Schlossteichinsel verfrachtet, um dort einen Workshop zum Basteln von Mini-Garagen möglich zu machen.
Mit dieser Aktion bereitete „#3000Garagen“ den Chemnitzer Garagen auf dem KOSMOS 2024 eine prominente Bühne, um auf deren Bedeutung als Kulturgut und Kreativlabore aufmerksam zu machen.

Die mobile Garage des Projekts #3000Garagen auf dem KOSMOS Chemnitz 2024

Michelle vor der Garage

Mit von der Partie war auch Uwe Bodenschatz vom Kulturwerk Schneeberg. Er hatte hatte für den Workshop per Lasercutter viele, viele Bausätze für Mini-Garagen vorbereitet und sorgte mit dem mitgebrachten Lasercutter für ständigen Nachschub.

Uwe beim Lasercutten

Der Plan: die KOSMOS-Besucher sollten sich beim Workshop ihre ganz individuelle Mini-Garage bauen können. Angesprochen waren alle Besucher, die Spaß am Basteln haben: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Frauen, Männer und alle dazwischen.

An Station 1 konnten die Besucher die Bauteile bei Uwe abholen …

… um dann an Station 2 die Bauteile per Fräse mit individuellen Motiven zu gravieren …

… und sie danach an der Malstation mit Stiften aufzuhübschen und zu montieren.

Zwei stolze Bastler mit ihrer selbst gestalteten Mini-Garage
… weitere Garagen-Kreationen

Der Workshop war ein voller Erfolg – in sechs Stunden fanden die vorbereiteten Bausätze dankbare Abnehmer. Die Fräs-Station kam dabei sehr gut an. Viele Teilnehmer hatten zuvor noch nie gefräst, konnten aber trotzdem in nur 10-15 Minuten die Bedienung der Fräse erlernen und ihr erstes Bauteil gravieren.

Insgesamt hatte das Garagenteam viel Spaß bei der Veranstaltung, und konnte gleichzeitig Erfahrung für kommenden #3000Garagen-Veranstaltungen bei „Chemnitz 2025“ sammeln.

Garage42 bedankt sich nochmals für die Einladung zum KOSMOS 2024!

Garage42 beim KOSMOS Chemnitz 2024

Am 8.6.2024 geht Garage42 auf Reisen: es geht zum Garagen-Workshop beim KOSMOS Chemnitz 2024.
Chemnitz?
Garage42 ist doch ein Münchener Projekt, warum jetzt Chemnitz?
Beim KOSMOS Chemnitz wird der Start des Projekts #3000Garagen stattfinden.
Thematisch also für Garage42 ein Volltreffer, und damit ein guter Grund sich mit einer etablierten Garagen-Community zu vernetzen!

Schlossteichinsel Chemnitz, Schauplatz des KOSMOS 2024
Foto: Kora27, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Garage42 ist nicht nur ein Werkstattprojekt, sondern vor allem auch ein Community-Projekt. Daher halten wir ständig die Augen offen, um uns mit weiteren Initiativen mit ähnlichen Zielen zu vernetzen.

Und so wurden wir schon letztes Jahr auf das Projekt #3000Garagen in Chemnitz aufmerksam. Chemnitz wird sich 2025 als die Kulturhauptstadt Europas feiern, und hat dafür eine Reihe von Projekten gestartet.
Beim Projekt #3000Garagen soll die langjährige Geschichte der Garagenkultur in den östlichen Bundesländern aufgegriffen und neu belebt werden. Thematisch also ein Volltreffer, so dass es nahe lag Kontakt aufzunehmen.

Doch wie können Münchner Garagen und Werkstätten bei den Feierlichkeiten in Chemnitz mitwirken? Über dieser Frage sind wir noch am Grübeln. In der Zwischenzeit starten wir schon mal mit einer kleinen Kooperation beim KOSMOS Chemnitz 2024. Der KOSMOS Chemnitz ist ein Festival für Demokratie, eine Plattform für Diskussionen, und nicht zuletzt ein großes Kulturfestival mit viel Musik und Events mitten in Chemnitz.

Garage42 wird zusammen mit Uwe Bodenschatz die mobile KOSMOS-Garage mit einem Workshop bespielen. Details werden hier noch nicht verraten – kommen sie doch einfach am 8.6.2024 zwischen 12:00 und 18:00 in die KOSMOS-Garage auf der Schlossteichinsel in Chemnitz vorbei … oder lesen sie demnächst hier den KOSMOS 2024 Bericht!

Meet&Make Workshop „Ulmer Hocker“ im FabLab München

Das Konzept zum Fräs-Workshop „Ulmer Hocker“ ist fertig! Ein erster Testlauf im FabLab München zeigte, dass der Workshop schon recht passabel funktioniert, wenn auch noch mit Verbesserungspotential.

Ulmer Hocker Bauteile Fräsen
Fräsen der Ulmer Hocker Bauteile: FabLab Mitglied Nummer 1 bei der Arbeit

Donnerstag Abend im FabLab München: drei FabLab-Mitglieder haben sich eingefunden, um am „Meet & Make Ulmer Hocker“ teilzunehmen. Das Kursformat „Meet & Make“ im FabLab München ist eine tolle Sache: man trifft sich zu einem bestimmten Thema, bastelt miteinander, tauscht sich zum Thema aus und kommt dabei häufig auf ganz neue Ideen. Der Clou dabei: FabLab-Mitglieder sind DIY-Experten und bringen daher reichlich Wissen und Praxis-Erfahrung mit, so dass es immer etwas neues voneinander zu lernen gibt.

Unser Thema war also „Ulmer Hocker mit der Shaper Origin fräsen, und angesprochen waren FabLab-Mitglieder mit Shaper Origin Erfahrung. Dabei galt es herauszufinden, ob dieser Kurs funktionieren kann, und wieviel Spaß man dabei hat.

Nach einer kurzen Besprechung zum Ablauf ging es auch schon los: Begutachtung und Markieren des Materials, Aufbau des Arbeitsplatzes und Vorbereitungen zum Fräsen.

Ulmer Hocker Bauteile Fräsen
FabLab Mitglied Nummer 2 bei der Arbeit

Als Hilfestellung für die Fräsvorgänge diente eine einseitige, bebilderte Fräsanleitung.

Ulmer Hocker Anleitung
Ulmer Hocker Fräs-Anleitung … wo sind die Fehler?

Im Kursverlauf stellte sich heraus, dass die Anleitung noch einige kleine Fehler enthielt. Damit hatte sich das Meet&Make also schon gelohnt, denn eines der Ziele war auch das Finden von Unstimmigkeiten im Kurskonzept.

Ulmer Hocker Bauteile Fräsen
FabLab Mitglied Nummer 3 bei der Arbeit

Das Fräsen der Bauteile lief sehr reibungslos – kein Wunder, denn alle Teilnehmer waren routinierte im Umgang mit der Shaper Origin. Das Ergebnis: drei sehr sauber gefräste Bauteile, aus denen sicher einen bildschönen Ulmer Hocker entstehen wird.

Ulmer Hocker Bauteile
Die fertig gefrästen Bauteile des Ulmer Hockers

Das erste Fazit: die geplante Kursdauer von 2,5 Stunden hat gerade so gereicht, was für einen Feierabend-Workshop fast schon zu lange ist. Alle Teilnehmer waren sich daher am Ende des Workshops einig, dass man die Abläufe an manchen Stellen beschleunige könnte um den Kurs kompakter zu machen. Hier werden noch weitere Praxis-Tests nötig sein, um herauszufinden wo noch Fräs-Zeit eingespart werden könnte.

Ulmer Hocker Bauteile Montage
Montage der Bauteile des Ulmer Hockers

Inhaltlich hat der Workshop sehr gut funktioniert: die Teilnehmer bekamen lediglich einige Hinweise und Tipps zur Herstellung des Hockers. Danach haben sie die genaue Vorgehensweise selbständig miteinander diskutiert, und im Wechsel gefräst.

Ulmer Hocker
Drei FabLab Mitglieder fräsen knapp drei Stunden: fertig ist der Ulmer Hocker

Insgesamt ist das Fazit zum „Meet & Make Ulmer Hocker“: es war ein unterhaltsamer, lehrreicher und produktiver Abend für alle Beteiligten. Der produzierte Ulmer Hocker kann sich sehen lassen und ist gleichzeitig ein besonderes Unikat: ein Hocker,
der in nur drei Stunden durch drei Maker gefräst wurde. Auf diesem Wege nochmal danke an die FabLab Mitglieder für die Teilnahme, das Feedback und die guten Ideen!

Nachbarschafts Fräsen-Workshop die Zweite

Am 25. Februar 2023 fand ein zweiter Fräsen-Workshop in der Nachbarschafts-Werkstatt in der Münchner Au statt. Die Nachbarn waren wieder begeistert und mit viel Spaß bei der Sache.

Und wieder rollere ich mit der Fräse durch die Au – diesmal ist es ein kalter, aber sonniger Februartag – zum Glück ohne Schnee, denn ich besitze keinen Transportschlitten für das Workshop-Zubehör.

Auch dieses mal werde ich schon in der Nachbarschafts-Werkstatt in der der Au erwartet – inzwischen kennt man sich ja schon vom ersten Workshop. Die Vorbereitung des Workshops geht mir diesmal schnell von der Hand – man könnte es schon fast Routine nennen.

Und schon treffen die ersten Nachbarn ein. Die Teilnehmerrunde ist wieder bunt gemischt: neben zwei Nachbarn ohne Fräs-Erfahrung sind heute auch zwei Küchenbauprofis zu Gast, die allerdings noch nicht mit einer CNC-Oberfräse gearbeitet haben.

Wir starten mit der allgemeinen Einführung ins Oberfräsen, machen uns dann mit der „Magie“ der Shaper Origin vertraut und gehen schließlich miteinander die Schritte zum Vorbereiten des Fräsens durch.

Dann geht es ans Fräsen – Freiwillige vor! Alle sind etwas zögerlich, doch mutig ergreift die erste Nachbarin die Initiative. Nach kurzer Eingewöhnung scheint das fräsen sichtlich Spaß zu machen, und die beiden Küchenbauer warten etwas hibbelig auf ihren ersten Fräseinsatz.

Alle haben viel Spaß beim Fräsen – sogar die Zuschauer

Nach zwei Stunden Theorie und Praxis mit der Oberfräse sind wie schon beim ersten Workshop alle begeistert: von der Fräse, von den Möglichkeiten, und von den eigenen Fähigkeiten.

Insgesamt war es also wieder ein gut gelungener Kurs, und nun grübeln schon alle, was das erste „echte Möbelprojekt“ mit der Shaper Origin sein könnte.